Unsere Mission

Eine gemeinsame Vision und Mission, ein Leitbild und eine Strategie für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im öffentlichen Verkehr:

Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) hat im Jahr 2022 mit der Gipfelerklärung und der IBK-Strategie 2023-2027 wegweisende Beschlüsse für eine zukunftsgerichtete Mobilität in der Vierländerregion gefasst, im Einklang mit dem Zielbild Raum und Verkehr und dem Ziel der Nachhaltigkeit. Folgende Auszüge aus der Gipfelerklärung bieten eine prägnante Zusammenfassung:

Eine gemeinsame eine Vision und Mission, ein Leitbild und eine Strategie für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im öffentlichen Verkehr.

Das Signal steht auf Grün: Jede Region ist so gut wie ihr Verkehr. Erstmals verbindet eine S-Bahn drei Länder. Noch bremsen aber unterschiedliche Infrastrukturen und Tarifsysteme den Zug Richtung Zukunft. Der öffentliche Verkehr muss die Region unkomplizierter und schneller erschließen. (…) Wir setzen auf eine klimaneutrale Verkehrszukunft um den See und auf ihm. Ökologische und vernetzte Mobilität ist das Gebot der Stunde. Die Transformation soll möglichst schnell gelingen.

Aus der Gipfelerklärung der IBK (2022)

Gipfelerklärung, Leitbild und Strategie der IBK münden in das Fokusthema 2023-2025 „Nachhaltige Mobilität über Grenzen“. Auf diesem Fundament wurde am 1. Januar 2023 die Organisation „Einfache Gesellschaft ÖV Bodenseeraum“ gegründet, die dann zum 1. Januar 2026 in der Gründung der dauerhaften 4 Länder Mobil GmbH aufging.

ÖV Bodenseeraum verfolgte seither das Ziel:

  • die Akteure im öffentlichen Verkehr in der Vierländerregion Bodensee zu vernetzen;
  • die Ziele einer grenzenlosen ÖV-Mobilität in der Bodenseeregion zu verankern und mit Leben zu füllen – bei den einzelnen Aufgabenträgern/Bestellern, Verkehrs- und Tarifverbünden sowie Verkehrsunternehmen;
  • Massnahmen für Angebotskommunikation, Tarif, Vertrieb und Vermarktung Maßnahmen anzustoßen und mit den Partnern umzusetzen.

Die Geschäftsstelle in Kreuzlingen (Thurgau/Schweiz) wirkt für Kundinnen und Kunden als Bindeglied und Kümmerer der etablierten, bereits vertrauten ÖV-Akteure. Grenzüberschreitenden sollen Nutzungshemmnisse sowohl an Schnittstellen wie auch entlang der Reisekette über Tarif-, Organisations- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg reduziert werden.

Die IBK-Regierungschefkonferenz hat am 10. Dezember 2021 das «Zielbild Raum und Verkehr für die internationale Bodenseeregion» beschlossen. Mit diesem Zielbild verfügen die Regionen rund um den Bodensee über einen Orientierungsrahmen für ein grenzüberschreitend abgestimmtes Raumverständnis.

Mobilität im Bodenseeraum von Tür zu Tür macht keinen Halt vor Grenzen

Seit Jahrzehnten lag der Schwerpunkt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im öffentlichen Verkehr in der Stärkung der Bahnverbindungen mit abgestimmter Planung von Fahrplan und Infrastruktur unter dem Stichwort „Bodanrail“. Die Früchte der Arbeit wirken: bessere Takte und Anschlüsse, ein weitgehender Halbstundentakt und immer mehr direkte Züge verbinden Städte, Gemeinden und Menschen auch über Grenzen hinweg und schaffen Mobilität für den gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum.

ÖV-Mobilität in der Vierländerregion umfasst allerdings nicht nur Fahrten mit der Bahn. Grenzenlose Mobilität bedingt auch: passende Busanschlüsse, abgestimmte Fährverbindungen, grenzüberschreitend funktionierende Onlinefahrpläne und immer wichtiger sind auch funktionierende und einfache Ticket-Systeme über alle Verkehrsmittel, Aufgabenträger und bestehende Verbünde hinweg.

Alle Unter-, Mittel- und Oberzentren des internationalen Bodenseeraums sollen miteinander verbunden sein: Buslinien, aber auch Fähren in kommunaler Hand haben hier ebenso diese wichtige Funktion. Wichtige Industrie-, Dienstleistungs- und Messestandorte, Flughäfen, Fernverkehrsanbindungen und Tourismusziele sollen grenzüberschreitend optimal und mit dem passenden Verkehrsmittel angebunden sein.

Auch in den Jahren 2026 und 2027 kommen neue, attraktive Bahnverbindungen ohne Grenzen hinzu, sie fordern die Zusammenarbeit der Verkehrsverbünde und ihrer Systeme stark heraus:

Für neue grenzüberschreitende S-Bahnen zwischen der Ostschweiz und Vorarlberg, direkte Expresszüge zwischen Friedrichshafen, Lindau, Bregenz und Schruns oder den neuen Hochrhein-Bodensee-Express Basel – Konstanz – St.Gallen sowie für neue, grenzüberschreitende Busverbindungen und attraktivere Verbindungen auf dem Bodensee braucht es eine grenzüberschreitende Vermarktung:

Verlässliche Fahrplanauskünfte und die Verfügbarkeit passender Tickets von der Haustür bis in die Hochschule, vom Campingplatz bis auf den Säntis oder vom Arbeitsplatz bis in die Messe – sowie jeweils zurück – am besten alles in derselben App – bedingen eine abgestimmte und schlagkräftige Zusammenarbeit, gerade auch mit kommunalen Aufgabenträgern und örtlichen Verkehrsunternehmen.

Studien

Studie „Grenzüberschreitende ÖV-Kooperation im Bodenseeraum – Empfehlungen für rechtliche und organisatorische Formen“, Hochschule Kehl, Stand Mai 2025 (PDF, 1.14 MB)

Thurbo auf Rheinbrücke bei Schaffhausen © Foto: Christof Sonderegger